BAUMARKTKUECHE.DE

Moderne Küchen:

Moderne Küchen werden nach einem Trend gebaut, der bereits gestern begann. Das zeigte ganz deutlich die K.O.W., die Küchenmesse Ost Westfalen.

Dieser beliebte Branchentreff fand Ende September 2008 statt. Und die Küchenhersteller und -händler nahmen dafür weite Wege in Kauf. Denn die Ausstellungen verteilen sich über vier Zentren zwischen Teutoburger Wald im Süden und Wiehengebirge im Norden:

Forum 26 - 32289 Rödinghausen-Ostkilver
Focus Küche & Bad - 32120 Enger-Hiddenhausen
M.O.W. Messezentrum - 32683 Barntrup
Küchenmeile A 30 - 23 Hersteller entlang der Autobahn zwischen Melle und Bad Oeynhausen

Die K.O.W. ist eine reine Ordermesse für den Küchenhandel, also nichts für Verbraucher. Die sollen das zwar alles bezahlen, aber erst später, wenn sie im Küchenstudio ihre Küche kaufen. Bei den Küchenhändlern werden die Endkunden dann auch sehen, was moderne Küchen auszeichnet und was der Trend bei den Küchenbauern ist. Ich kann dazu wegen der gebotenen Kürze nur Schlagwörter nennen:

* Fronten weiß in allen Schattierungen
* Höhen in festen Rastermaßen
* Keine Griffe mehr bei Schüben und Türen
* Türen faltbar oder verschiebbar
* E-Geräte hinter den Fronten versteckt (nicht nur die Kühlgeräte, sondern auch die Wärmeeinheiten, wie Kochfeld, Backöfen usw.)
* LED Beleuchtung überall
* Integration der Küche in den Wohnbereich

Was die Rastermaße angeht, hat vor allem der Hersteller Nolte Küchen beeindruckt: Er kreiert das Modell 150 Matrix. Das Grundmaß ist also 150 cm mit gleichmäßigen Unterteilungen in Höhe, Breite und Tiefe je nach Gebrauchszweck des Elements.



Und zwar deshalb, weil dieser Hersteller dem Küchenkäufer kaum bekannt sein dürfte. Denn er versteckt sich hinter Musterring als dessen Hoflieferant.

Küche und Kredit:

Seit die Menschheit von der Tauschwirtschaft zur Geldwirtschaft überging, lebt sie weitgehend auf Pump. Sie entwickelte dazu gewissermaßen Pumpstationen, die das Geld in Fluss halten. Am Anfang waren das Geldverleiher, dann kam das Bankensystem, aus dem sich bis heute schließlich der weltumspannende Geld- und Kreditmarkt entwickelt hat.

Dieser ächzt derzeit allerdings unter einer deftigen Krise, weil man in manchen Ländern den Leuten mehr Geld gepumpt hat, als sie jemals zurückzahlen können. Eine noch nie erlebte Folge daraus ist, dass von heute auf morgen überall Geldmangel herrscht, sowohl bei den Banken als auch beim Volk.

Das ist in grober und verkürzter Darstellung der kulturhistorische Hintergrund, vor dem sich aktuell auf der Welt so manches Drama abspielt. Die Schuldner werden säumig. Banken geraten in Schieflage. Kreditzusagen werden herabgesetzt oder gar einfach storniert. Die Schuldner stürzen endgültig ab.

Wir in der Bundesrepublik leben da keineswegs auf einer seligen Insel. Ich möchte dazu einmal ein spezielles Szenario ausbreiten, das in unserem Land gar nicht so selten vorkommt.

Wohnen im eigenen Heim ist für Viele nach wie vor das Ziel des Lebens. Dafür setzen sie alles dran und spielen dabei auch ein bisschen. Sie denken: Wenn man sich schon viel Geld für den Hausbau pumpen muss, dann kann man auch gleich die Kosten für die Einbauküche mit einrechnen. Der Banker nickt. Und schon wird die Einbauküche geordert, obwohl das Baugeld noch lange nicht auf dem Konto ist.

Dann kommt plötzlich der Kreditknall im globalisierten Geld- und Kreditgewerbe. Auch die deutschen Banken zittern. "Ihre Kreditlinie wird angepasst", hört jetzt der Häuslebauer in vornehmem Bankerdeutsch. Klartext: Es gibt weniger Geld. Dem Betroffenen entstehen dadurch gleich zwei Probleme:

* Er kann die Einbauküche nicht bezahlen
* Der Hausbau an sich ist gefährdet.

Was tun? Erster Gedanke:

Das Bauprojekt könnte sich vielleicht immer noch rechnen, wenn die Tausende von Euro für den Küchenkauf nicht wären. Wie aber heraus kommen aus dem Küchenkauf?

Einen Rechtsgrund, den Kauf rückgängig zu machen, gibt es nur in wenigen genau definierten Fällen. Der Kreditknall als solcher zählt meines Wissens nicht dazu. Aber das sind Rechtsfragen. Dazu kann ich nichts sagen, denn ich bin kein Jurist.

Bleibt also nur, den Küchenmöbler durch geschicktes Verhandeln dazu zu bringen, auf sein Geschäft zu verzichten. Dazu muss man Anreize bieten können und wissen, wie Möbler denken.

Anzeigen -